Tampico fällt flach

Geschrieben von WabbaSista am 4. September 2009 | Abgelegt unter Freizeit, Kulinarisches, México, Studium

Tja, irgendwann musste es passieren, und es passiert immer vor irgendwelchen tollen Events, am Wochenende oder mittwochs nachmittags. Na? Wer weiß es? Richtig! Ich bin krank geworden. Meine Roomies und noch 2 weitere Freunde sind gerade zu Ales Familie nach Tampico aufgebrochen. Ich dagegen habe jetzt genug Zeit um meine Erkältung (Erkältung, nicht Schweinegrippe!) auszukurieren. Außerdem hab ich jetzt für ein paar Tage sehr viel Platz und eine schnelle Internetverbindung für mich allein ;)

Bis auf die eine Klausur heute Abend, die ich aufgrund meiner Erkältung gecancelt habe, hab ich die Klausurenphase glaube ich ganz gut überstanden. Vor allem meine beiden Finanz-Klausuren sind besonders gut gelaufen :) Statt der abgeblasenen Klausur muss ich bis übermorgen ziemlich viele Sachen als Ersatz einreichen, aber das ist allemal besser als eine mündliche Klausur, wenn man trockenen Husten und nur in eiskalten Räumen Vorlesung hat.

Was macht man am besten gegen eine Erkältung? Gelbe Mangos essen ;) Wer sie einmal probiert hat, lässt deutsche unreife Mangos links liegen!!!

Liebe Grüße aus dem Bett!

Neu: Fotoalbum und Reiseplaner

Geschrieben von WabbaSista am 30. August 2009 | Abgelegt unter Fernweh, México

Es gibt zwei neue Sachen:

Erstens ein Fotoalbum, und zwar HIER (ich kann die Fotos allerdings nur in der Uni hochladen, von Xilitla sind bisher nur 2 Fotos da, der Rest folgt!), und zweitens einen Reiseplaner, gaaaanz oben rechts.

Viel Spaß damit!

Zurück aus Xilitla, auf gehts nach Tampico!

Geschrieben von WabbaSista am 29. August 2009 | Abgelegt unter Fernweh, Freizeit, Kultur, México

Letztes Wochenende waren Sarina und ich mit einer Studentengruppe in Xilitla, im Bundesstaat San Luis Potosí (Fotos folgen):

Da man in Mexiko sehr billig mit dem Bus reist (umgerechnet etwa 15-30 € pro Fahrt), haben wir uns am Donnerstagabend um 23:30 auf dem Parkplatz der Uni getroffen. Wir waren etwa 40 Leute aus aller Herren Länder – naja, eigentlich waren wir größtenteils Deutsche, Franzosen und Mexikaner, ein paar Holländerinnen noch. Die Busfahrten gehen immer nachts los, und da die Busse wirklich sehr sehr komfortabel sind (superdick gepolstert und man kann sie bis fast in die Waagerechte stellen) sollte man darin auch eigentlich gut schlafen können. Ich kanns leider nicht, zumindest nicht durchgängig, aber trotzdem ist es die einfachste, billigste und bequemste Art, um ein Mexiko von A nach B zu kommen.

Wir sind um 9 Uhr morgens in Tamul angekommen (wer will, schaut sich bitte HIER Fotos an), wo wir eine Tour im Boot gemacht haben, je 8 Leute pro Boot. Wir sind dann etwa eine Stunde auf dem Fluss Richtung Wasserfall gepaddelt, und es war ganz schön heiß, zwischen 35 und 40°C! Leider konnten wir dorthin keine Kamera mitnehmen, da wir am Ende unserer Tour mitsamt Klamotten in den Fluss gesprungen sind ;) Das Wasser war zwar erfrischend, trotzdem irgendwie pisswarm, aber das war egal. Wir hatten unseren Spaß! Tamuls Wasserfall ist 105 Meter hoch und echt imposant. Einige sind von ein paar Felsen in den Fluss gesprungen, es gab welche, die 3 Meter hoch waren und andere mit 10 Metern Höhe. …Ich bin nicht gesprungen, sondern hab mich in meiner Rettungsweste auf dem Rücken im Fluss treiben lassen. Das nenn ich Urlaub!

Am Nachmittag sind wir nach Puente de Dios aufgebrochen. Auch davon hab ich leider keine Fotos. Ich hab allgemein sehr wenig Bilder gemacht an dem Wochenende, also such ich einfach ein paar Bilder von Google, damit ihr mich beneiden könnt :D

Also, das ist ein Foto von Puente de Dios, entnommen von http://www.tamasopo.net:

Wie gesagt, leider wars schon dunkel und wir haben fast nichts gesehen. Das Tolle an dem Wochenende war aber, dass wir in jedem Fluss/See/Grotte schwimmen durften! (Blöderweise hatten wir  in Tamul alle Klamotten an, als wir in den Fluss gehüpft sind, und die sind auch bis Montag nicht mehr getrocknet.)

Wir sind mit ziemlicher Verspätung im Xilitla Central of Rural Tourism angekommen, das war unser “Campingplatz”. Das Zentrum wird von den Einwohnern Xilitlas unterhalten und ist echt toll! Das “trockene Klo” war anfangs zwar gewöhnungsbedürftig, aber sehr sehr sehr sauber!

Am zweiten Tag haben wir das surrealistische Schloss von Edward James angeschaut, davon hab ich sogar wieder Fotos ;)

Edward James hat irgendwie nicht alle im Tassen im Schrank. Wer baut denn bitte so ein Ding mitten in den mexikanischen Dschungel? Man beachte vor allem die freistehenden Treppen und die Räume ohne Wände.

Am letzten Tag sind wir nach Tamtoc gefahren (die meisten Orte fangen hier mit “Tam” an, denn das bedeutet Stadt). In Tamtoc wird seit 2001 eine prähispanische Stadt ausgegraben. Bisher wurden allerdings nur 20% entdeckt, der Rest liegt unter Büschen und Sträuchern begraben.

Am Sonntagabend sind wir dann um 23 Uhr wieder Richtung Monterrey gefahren, wo wir dann um 8 Uhr morgens an der Uni angekommen sind. Zum Glück hab ich montags erst ab 19:00 Uni, sonst hätte ich wohl wieder einen Fehltag mehr.

Nächstes Wochenende fahren wir mit unserem mexikanischen Mitbewohner in seine Heimatstadt Tampico. Tampico ist die Hauptstadt von Tamaulipas und liegt direkt am Golf von Mexiko (juhu!). Ales Oma hat Geburtstag, deswegen werden wir auf der Feier wohl gemästet, aber man kann danach ja am Strand mit einem eiskalten Cocktail das Essen wieder verdauen ;)

Zum Schluss könnt hier HIER noch unser Video vom Urlaub anschauen. Ich wünsch euch Daheimgebliebenen jetzt eine gute Nacht, denn ich hol mir jetzt eine Mango aus dem Kühlschrank und fang an zu lernen, am Montag geht die erste von vier Klausurphasen los ;) Nächste Woche gibts mehr von Tampico. ¡Saludos!

Es war 2:38 nachts…

Geschrieben von WabbaSista am 16. August 2009 | Abgelegt unter Bücher, Fernweh, México, Studium, Wohnung

…als ich das erste Mal aufgewacht bin. Obwohl ich am Tag davor fast 24 Stunden am Stück wach war, konnte ich nicht mehr schlafen, Jet-Lag sei Dank! Die Temperaturanzeige auf meinem Wecker hat gesagt, dass es in unserem Hostel-Zimmer 29,6°C hatte (so warm ist es nicht mal tagsüber in Deutschland ;) ).

Die ersten paar Tage in Mexiko sind jetzt um, und es gibt schon eine Menge zu erzählen. Wir sind vorgestern in unsere gemeinsame Wohnung eingezogen. „Wir“, das sind Sarina, Konrad, ich und unser Mexikaner Alejandro, den ich schon zuvor im Internet kennengelernt habe. Auch er macht ein Austauschsemester in Monterrey. Austausch innerhalb des Landes ist in Mexiko sehr gängig, denn das Land ist sehr groß und viele Mexikaner haben ihre Heimat noch nie in ihrem Leben verlassen (so auch Ale).

Die Taxifahrer versuchen die Ausländer immer übers Ohr zu hauen, wir haben zum Beispiel vom Flughafen zum Hostel, etwa 20 Minuten Fahrt, 500 MXN gezahlt, das sind 25 €. Klar, wer gerade eine lange Reise hinter sich hat und so schnell wie möglich in sein Bett will, mit dem kann man so was machen. Wir haben jedenfalls festgestellt, dass man unter normalen Umständen für die gleiche Strecke nur 80 MXN zahlt, also 4 €. Vom Supermarkt zu unserer Wohnung (zu Fuß 5 Minuten) zahlt man etwa 12 MXN.

Unsere Wohnung befindet sich im 3. Stock eines großen Hauses, zu Fuß etwa 10 Minuten entfernt von der Uni. Direkt über uns haben wir eine riesen Dachterrasse mit Grill und Waschbecken, gestern Abend haben wir unsere Stühle nach oben getragen und haben uns unter den Sternenhimmel gesetzt.

Wir haben 3 Schlafzimmer: die Jungs teilen sich ein Zimmer, ich habe beim Münzewerfen gegen Sarina das größere Zimmer mit Bad bekommen, aber das Bad teilen wir uns natürlich zu zweit, die Jungs haben ihr eigenes. Dann haben wir noch ein Waschzimmer mit Waschmaschine und Trockner, eine sehr gut ausgestattete Küche mit großem, ausziehbaren Tisch und 6 Stühlen, und ein Wohnzimmer mit Couchtisch, Sofa, Schreibtisch, Fernseher – und xbox, die hat Ale mitgebracht ;) In jedem Zimmer, auch in den Bädern, gibt es Deckenventilatoren und eine Klimaanlage, außerdem Mosquito-Netze vor den Fenstern. Wir fühlen uns hier pudelwohl, vor allem nach den anderen Häusern („Löcher“ passt wohl eher), die wir vorher besichtigt haben. Hier fühlen wir uns sicher, denn wir haben eine Pforte mit 24 Stunden Überwachung und hier kommt niemand rein, der nicht rein darf. Es ist alles sehr modern hier und in den anderen Häusern hier im Gebiet wohnen sehr viele Studenten. Irgendwann demnächst machen wir eine Party auf der Dachterrasse, natürlich gibt’s nur deutsches Essen für die Mexikaner. ;)

Das einzige Problem ist unser Internet. Wir haben zwar ein Paket mit Internet und Festnetz für ein paar Euro im Monat, allerdings ist unser Internet so langsam, dass spätestens ab dem 2. Laptop, der gerade im Netz ist, gar nichts mehr funktioniert. Wir haben schon die schnellste Verbindung, die es bei unserem Anbieter gibt (grandiose 1 MB/s. Zum Vergleich: daheim haben wir 16). Wir überlegen jetzt, ob wir unsere Vermieterin fragen, ob wir den Anbieter wechseln können.

5 Minuten zu Fuß entfernt gibt es ein großes Einkaufszentrum, fast so wie Cora, also mit wirklich großem Supermarkt, in dem man wirklich ALLES kaufen kann, und außenrum im gleichen Gebäude viele kleine „tiendas“, also kleine Geschäfte. Wir haben uns noch ein paar Möbel gekauft, weil uns etwas Stauraum für Bücher fehlte, ein Regal kostet hier umgerechnet nur 20 €. Hier ist alles so billig, das kann man sich gar nicht vorstellen: Ananas 15 MXN (derzeit steht der Euro bei ca. 18 MXN), süße Stückchen beim Bäcker sogar nur 3 MXN (das kann ich im Kopf gar nicht mehr in Euro umrechnen :D ), 10 Liter Wasser 20 MXN… Wir haben jetzt 3 Mal eingekauft, haben insgesamt etwa 16 volle Tüten gekauft und haben nur 225 € dafür gezahlt (Möbel, neues Geschirr und Besteck, „teure“ Sachen wie Putz- und Lebensmittel wie Öl und Fleisch inklusive). Wer nach Mexiko kommt, sollte auf jeden Fall sehr viel Obst essen, denn im Gegensatz zu Deutschland wird Obst und Gemüse hier reif geerntet und schmeckt viel süßer, saftiger und aromatischer (ich will gar nicht von der Mango und der Papaya erzählen, die ich jeden Morgen zum Frühstück esse…).

Gestern waren wir das erste Mal im Zentrum von Monterrey (wir wohnen in Santa Catarina, die Uni ist in San Pedro). Mit dem Bus zahlt man als Student nur 5,50 MXN (30 Cent) und fährt dann etwa eine halbe Stunde bis ins Zentrum. Das Tolle ist, dass in der Stadt vor den Geschäften etwa alle 100 Meter eine große Box steht, aus der mexikanische Musik kommt. Das ist echt cool, denn das macht eine tolle Atmosphäre. Auch hier kostet alles sehr wenig, eine Flasche Mountain Dew kostet 7 MXN. Leider sind die Buchhandlungen nicht so gut ausgestattet wie in Deutschland. Es gibt zwar auch eine Buchhandlung auf dem Campus, aber wir haben festgestellt, dass die Bücher auch dort ziemlich schnell ausverkauft sind und u. U. die Bücher auch gar nicht mehr nachbestellt werden. Sarina und ich haben uns jetzt ein paar Second Hand-Bücher bei BetterWorldBooks bestellt: Die Erlöse werden gespendet und mit Versand kosten unsere 4 Bücher nur 33 US$.

Der Campus der Uni ist richtig cool. Es gibt draußen überall schattige Sitzgelegenheiten, überall gibt es natürlich Steckdosen und regnen tuts hier sowieso nie. Auf dem Campus gibt es einen kostenlosen Arzt, zwei Banken, Starbucks, Subway und viele andere Restaurants (Pizza, Burger…), außerdem Studentenwohnheime, die auch für deutsche Verhältnisse ziemlich teuer sind, etwa 400 € pro Monat. Um auf den Campus zu kommen, muss man seinen Studentenausweis vorzeigen oder einfach mit dem Taxi reinfahren, dann wird man nicht danach gefragt ;) Da die UdeM (Universidad de Monterrey) eine ziemlich teure Privatuni ist, fährt hier aber jeder sein eigenes Auto. Die Parkplätze sind voll mit Mercedes oder Jeeps. Unser Weg zur Uni ist zwar ziemlich kurz, führt allerdings über eine 4-spurige Straße, und da die Mexikaner sich eh nicht um die Straßenverkehrsordnung scheren (und außerdem auch nicht überall Fahrbahnbegrenzungen aufgemalt sind), können hier auch mal 5 oder 6 Autos nebeneinander fahren. Straßenschilder werden sowieso überbewertet, aus 30 km/h werden schnell mal 80 und funktionierende Tachos oder Sicherheitsgurte sind in Taxis auch nicht die Regel. Also liebe Eltern und Matze: Bitte keinen Mietwagen nehmen, ihr werdet damit keinen Spaß haben.

Nächstes Wochenende nehmen Sarina und ich an einem Ausflug nach Xilitla teil, der von der Uni für die Austauschstudenten organisiert wird, davon werde ich euch dann auch bald noch was erzählen!

So, genug für heute. Ich muss noch ein paar „tareas“, also Hausaufgaben, für die kommende Woche machen, denn anders als in Deutschland besteht hier Anwesenheitspflicht und wir müssen jede Stunde was Schriftliches einreichen.

¡Muchos saludos desde México!

PS: Hinterlasst mir doch bitte Kommentare, dazu einfach unter meinem Text auf “Kommentare” klicken. ¡Muchas gracias!

Planung für Mexiko und: Überflieger – ein unterhaltsames Buch über bekannte Genies und ihre Lebensumstände.

Geschrieben von WabbaSista am 27. Februar 2009 | Abgelegt unter Bücher, Fernweh, México, Studium

Was sich bisher getan hat: Ich studiere seit mittlerweile anderthalb Jahren in Tübingen und plane für das WS 09/10 ein Auslandssemester an der Universidad de Monterrey in Mexiko. 
Doch bis dahin wird noch ein beträchtliches Stück Weg vor mir liegen: Die Vorlesungen, die ich besuchen möchte, müssen erstmal gefunden und anschließend mit den Universitäten Tübingen und Monterrey abgesprochen werden, dann muss geprüft werden, ob die mexikanischen Vorlesungen in Deutschland anerkannt werden, die Bewerbung fürs Auslandsstipendium muss fertig gemacht, Flüge gebucht (und natürlich bezahlt!) und währenddessen selbstverständlich in aller Seelenruhe weiterstudiert werden. ;)

Was jetzt noch alles zu tun ist, daran will ich eigentlich gar nicht denken: Die meiste Arbeit wird wohl Anfang des Semesters anfallen, wenn ich mit meinen Professoren abklären muss, ob ich die Vorlesungen, die ich in Monterrey hören möchte, in Tübingen werde anrechnen lassen können, sonst komme ich nämlich ohne Studienleistung aus dem Ausland zurück.
In Monterrey gibt es eine so immense Auswahl an Vorlesungen, dass ich mit dem Durcharbeiten des Vorlesungsverzeichnisses und der zugehörigen Beschreibung der Veranstaltungen fast zwei Stunden beschäftigt war (ich sag nur allein 80 pdf-Seiten für die reine Auflistung der Vorlesungen!). Mich interessieren vor allem diejenigen Vorlesungen, die in Tübingen nicht angeboten werden, so zum Beispiel Management von Familienunternehmen oder Finanzierung in KMUs. Denn was bringt mir ein Auslandsstudium, wenn ich dort die gleichen Sachen lerne wie in Deutschland?

 

(Wer jetzt aufmerksam mitgelesen hat, wird bemerkt haben, dass sich schon wieder alles nur um die Uni dreht.) Nun also zu einem anderen Thema.

Malcolm Gladwell: Überflieger

Zur Zeit lese ich Überflieger von Malcolm Gladwell. Der US-Bestseller deckt die Erfolgsgeschichten heutiger und vergangener Überflieger und die Umstände auf, denen dieser Erfolg zu verdanken ist.

Warum sind manche Menschen erfolgreiche Überflieger – und andere nicht? Eigentlich ist die Frage geklärt: Erfolg beruht auf Fleiß, Ausdauer, Begabung und Glück. Aber ist das schon die ganze Wahrheit? Oder gibt es vielleicht tiefer gehende Erklärungen für erstaunliche Erfolgsphänomene? 

Gladwell macht deutlich, dass nicht ausschließlich das Talent einer Person zum Durchbruch verhilft, sondern vielmehr die gesellschaftlichen Umstände, das soziale Umfeld oder schlicht und ergreifend das Glück. So wird es zum Beispiel niemanden verwundern zu lesen, dass Bill Gates glücklicherweise im Jahr 1955 geboren wurde: 20 Jahre später fing der Computer-Boom im Silicon Valley an und Gates war im besten Alter, um sich ausgiebig mit der Materie zu befassen (er fing schon in der 8. Klasse damit an). Außerdem benutzte er 8 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche die universitätseigenen Computer und bekam schließlich (wieder durch Zufall!) einen Nebenjob in einer Computerfirma. Auch hier bestätigt sich die so genannte “10000-Stunden-Regel”. Wer sich 10000 Stunden lang mit einem Fachgebiet befasst, kann sich Experte nennen. Bill Gates hatte weit mehr als diese 10000 Sunden Beschäftigung mit dem Computer bereits nach 7 Jahren hinter sich. Wen wundert es da noch, dass dieser Überflieger nach 2 Jahren Harvard-Studium sein eigenes Softwareunternehmen gründet und einmal zum drittreichsten Mann der Welt wird? Wer hätte übrigens erwartet, dass jüdische Anwälte, die vor dem 2. Weltkrieg in die USA flüchteten, am erfolgreichsten sind? Wer jetzt mehr über einige bekannte Überflieger und die glücklichen Lebensumstände erfahren möchte, der besorgt sich das Buch am besten selber. ;)

Grau grau grau…

Geschrieben von WabbaSista am 21. Februar 2009 | Abgelegt unter Fernweh, Freizeit, México, Studium

…ist keine schöne Farbe für den Himmel, wenn ich in meine Ferien starte! Nein nein! Endlich darf ich nach der Klausurenphase meinen wohlverdienten Urlaub antreten, und wie ist das Wetter? Ekelhaft nass und kalt. War aber auch irgendwie abzusehen oder? Irgendwie ist es immer das gleiche, wenn ich meine Klausuren hinter mich gebracht habe.
Seit gestern bin ich mit meinem Freund daheim im schönen Kurort. Morgen geht’s weiter nach München, wo wir ein paar Tage ausspannen werden. Hoffen wir mal, dass das Wetter wenigstens dann besser ist. Am Wochenende fahr ich dann wieder nach Tübingen, weil noch ein paar Klausuren am Ende der Semesterferien anstehen. Genau genommen sollte man meinen, dass ich gar keine Ferien verdient habe, ich hab ja noch 3 von 5 Klausuren vor mir *hust. In Tübingen werde ich mich mit 3 Kommilitonen treffen, mit denen ich im August mein Auslandssemester in Mexiko antreten werde. Erstaunlicherweise geht die Zeit mal wieder viel zu schnell vorbei: Meine Bewerbung fürs Ausland liegt jetzt schon ein halbes Jahr zurück und die Zeit verging wie im Flug. Kaum zu glauben, dass ich in einem halben Jahr schon in Mexiko bin – hoffentlich ist das kommende halbe Jahr nicht so schnell vorbei wie das letzte. Natürlich freu ich mich auf die neuen Erfahrungen, aber ein bisschen Wehmut darf selbstverständlich nicht fehlen. ;)

Was außerdem sehr komisch ist: Ich musste mich wirklich bemühen, keine Unisachen einzupacken, als ich gestern meine Reisetasche gepackt habe! Die letzten Monate habe ich meine Wohnung nie ohne mindestens zwei Bücher und einen Ordner verlassen, wenn ich für ein paar Tage das Weite gesucht habe. Ich bin nach meinen beiden Klausuren nicht wirklich in Juhu!-Klausuren-rum-Stimmung gekommen, aber wie denn auch? Ich hab das meiste ja noch vor mir. Trotzdem konnte ich nach einigem Hadern meinen ganzen Unikram im Regal stehen lassen, auch wenn ich gerade schon wieder das Bedürfnis habe, irgendwas zu lernen. Ich hoffe einfach mal, dass das schlechte Gewissen bis morgen verschwunden ist. :D

Letzte Woche habe ich übrigens mein erstes Schwerpunktmodul angemeldet. Ab nächstem Semester werde ich dann die erste Vorlesung im Bereich Banking & Finance hören, juhu! :) Außerdem habe ich letztens meinen Traum-Masterstudiengang in Augsburg gefunden: Finanz- und Informationsmanagement deckt nämlich genau meine beiden BWL-Schwerpunkte (Banking & Finance und Marketing & Information) ab. Was soll ich sagen? Perfekt! Leider werden jährlich nur 30 Studenten mit herausragender Studienleistung genommen, es wird also ein ganzes Stück Arbeit werden. Was mich noch ein bisschen abschreckt, sind die 5 Semester Regelstudienzeit. Allein mein Bachelor hat schon 7 Semester, und da der Master erst im Winter losgeht und ich also noch ein Semester mit Praktika überbrücken werden muss, werde ich summa summarum 13 Semester studieren. Also ab jetzt noch 10 Semester (das sind weitere 5 Jahre!!). Ich weiß noch nicht so recht, ob ich mir das wirklich antun will, aber ich hab ja noch ein bisschen Zeit.

…und es gibt mich immer noch!

Geschrieben von WabbaSista am 10. Februar 2009 | Abgelegt unter Fernweh, Studium

Ich weiß, ich weiß. Immer das gleiche mit mir: Kaum fängt das Semester an, hört man nichts mehr von mir. Kaum gehen die Prüfungen los, fange ich an zu schreiben. Aber damit ist jetzt Schluss! Ab Ende Februar werde ich mir wieder regelmäßig Zeit fürs Bloggen nehmen und auch während des Semesters schreiben. Denn es gibt Neuigkeiten: Ich geh nach Mexiko! Spätestens ab August solltet ihr euch also das ein oder andere Mal auf meinem Blog schlau machen und lesen, was ich drüben so alles anstelle. ;)

Gut, das reicht für heute, ich muss schließlich noch lernen. :(

Ohne Titel. Mir fällt nix ein.

Geschrieben von WabbaSista am 6. März 2008 | Abgelegt unter Bücher, Freizeit, Jane Austen, Studium

Um meine derzeitige Lern- und Schreibblockade etwas zu lockern, kann es ja eigentlich nicht falsch sein, regelmäßig zu schreiben. Ich glaube, hätte ich mir in den letzten Monaten alle paar Tage eine halbe Stunde Zeit genommen um einen Blogeintrag zu verfassen, ich hätte wohl in meiner Spanisch-Hausarbeit einfach alles runterschreiben können. Ja, leider war dem nicht so, sodass ich fürs Verfassen meines nur dreiseitigen Textes fast drei Tage gebraucht habe (40 Minuten für die ersten 11 Zeilen!). Naja, jetzt ist es auch zu spät, aber zur Vorbeugung fürs Sommersemester werde ich jetzt wieder regelmäßig bloggen. 

Zur Zeit mache ich ja einen Intensivkurs in Wirtschaftsspanisch, den ich für mein Studium brauche. Unsere Aufgabe war es nun, über die Woche einen kritischen Kommentar zu einem selbst zu wählenden Unternehmen zu schreiben. Schon die Wahl fiel mir nicht leicht, da ich die Aufgabe anfangs falsch verstanden hatte. Am Sonntag Abend kam mir dann jedoch die Idee mit Apple, da ich ja selber Besitzerin eines MacBooks und eines iPods bin und daher aus meiner eigenen Sicht über diese Produkte schreiben kann. Im Endeffekt wurde es dann zwar doch nicht so viel Text wie ich dachte, aber meine Lehrerin wollte uns auch keine Vorschriften über Format und Umfang der Hausarbeit machen. Gut so. :)

Emma DVDGestern war ich ja mit einer Freundin in einer Jane-Austen Verfilmung (Emma). Zwar kannte ich den Film schon, aber da ich ihn schon vor längerer Zeit gesehen habe, konnte ich mich kaum noch daran erinnern. Auf jeden Fall ist es ein sehr romantischer und, ich muss zu geben, sehr schnulziger Film, aber sowas muss einfach sein. Irgendwann werde ich mir wohl auch endlich den Roman kaufen, zumindest, falls ich jemals Zeit dazu finde (ich erinnere nochmal an mein Regal mit ungelesenen Büchern). 

Da ich auf morgen nicht mehr viele Hausaufgaben habe, werde ich es mir heute endlich erlauben können, mich ins Bett zu legen und Abbitte zu lesen. Mittlerweile weiß ich schon fast nicht mehr, an welcher Stelle ich im Buch bin, und da die Geschichte immer aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird, ist es schwer, sich nach einer Weile wieder in den Roman einzufinden. 

Naja, jetzt ist mir außerdem auch noch ziemlich kalt geworden. Ich glaube, dass ist ein Zeichen dafür, dass die Idee mit dem Bett und dem Buch gar nicht so falsch sein kann. Na dann mal los. :)  

Ja, es gibt mich noch!

Geschrieben von WabbaSista am 4. März 2008 | Abgelegt unter Bücher, Freizeit, Jane Austen, Kochen, Studium, Technik, Wohnung

Auch wenn man es kaum glauben mag: ich lebe noch! Endlich (naja, zugegebenermaßen schon vor zweieinhalb Wochen) habe ich die Prüfungszeit hinter mich gebracht und versuche gerade einigermaßen meine Freizeit zu genießen. Warum ich es nur versuche? Ganz einfach, weil man es als Student heutzutage nicht mehr so leicht hat. Ich bin gerade in der dritten Woche meines Wirtschaftsspanisch-Intensivkurses, da der Kurs nicht unter dem Semester angeboten werden kann. Konkret heißt das, dass ich den ganzen Stoff eines Semesters in vier Wochen durchnehmen muss und mir daher nicht viel Zeit für anderes bleibt. Aber motiviert, wie wir Bachelor-Studenten natürlich sind (*hust ;-) ), werde ich die restlichen Tage auch noch hinter mich bringen. 

Die Prüfungen waren so lala. Das erste Ergebnis habe ich schon, damit bin ich noch sehr zufrieden. Aber ab dann wird es kontinuierlich bergab gehen. Trotz allem habe ich noch eine letzte Chance, um den Notenschnitt wieder etwas nach oben zu ziehen: Die Matheprüfung habe ich geschoben und darf daher Anfang April mein Glück versuchen. Mit den verbleibenden vier Wochen Vorbereitungszeit sollte da aber eine einigermaßen annehmbare Note herauskommen. Als Belohnung für den ganzen Stress gab es übrigens fünf (ja, fünf!) neue Kochbücher. Das hat sich definitiv gelohnt. 

Abbitte Spiegel-EditionLeider haben auch meine Bücher unter dem Prüfungsstress gelitten, denn ich lese immer noch Abbitte von Ian McEwan, was ich schon vor ungefähr sechs Wochen angefangen habe. Aber da ich morgen frei habe, werde ich mich gemütlich ins Bett legen und weiterlesen. Übrigens habe ich ein ebenso gemütliches Buch-Kaffee in der Tübinger Altstadt gefunden, dem ich in nächster Zeit sicher das ein oder andere Mal einen Besuch abstatten werde. ;)  


Außerdem gehe ich morgen mit einer Freundin ins Kino. Zur Zeit laufen in Tübingen im Museum einige Jane-Austen-Filme, von denen ich einige verpasst, andere aber schon früher gesehen habe. Morgen gehen wir in Emma, eventuell schauen wir uns auch in zwei Wochen noch Mansfield Park an (autsch, das Buch steht noch ungelesen in meinem Regal!). 

KräuterÜbrigens habe ich natürlich auch noch einige schöne Sachen für meine Wohnung angeschafft, zum Beispiel einige Kräutertöpfchen für den Balkon und natürlich für das Essen, einen kleinen Schrank, auf dem auch bald mein neuer LCD-TV stehen wird. Zu meiner Verteidigung muss gesagt werden: Ich kaufe mir einen LCD-TV, weil die so schön flach sind und etwas Größeres ja keinen Platz hat in einer Studentenbude. :-D

Zu Besuch bei den Schwaben

Geschrieben von WabbaSista am 6. Oktober 2007 | Abgelegt unter Arbeit, Bücher, Freizeit, Jane Austen, Studium, Wohnung

Seit meinem Umzug nach Tübingen am vergangenen Montag habe ich mich recht gut in der schönen Stadt eingelebt. Zwar hapert es noch ein wenig mit der Verständigung und der Orientierung, aber selbst das sollte in ein paar Wochen Geschichte sein. ;) Mittlerweile bin ich wieder in Baden-Baden um mein Wochenende hier zu verbringen, allerdings fahre ich schon übermorgen wieder zurück in meine Wohnung.

Meine Eltern haben letzten Sonntag alles sehr schön eingerichtet. Die Möbel sind früher als erwartet eingetroffen und so konnte ich beim Aufbau nicht dabei sein, da ich am Sonntag arbeiten musste. Trotzdem haben meine Eltern ganze Arbeit geleistet, und obwohl letzten Endes nicht alle Möbel an ihrem von mir ausgesuchten Platz standen, muss ich zugeben, dass es so doch viel besser aussieht.

Tübingen

Langeweile kam in den vier Tagen in Tübingen jedoch nicht auf: Meine Kommilitonen und ich haben uns ständig getroffen um uns gegenseitig erst einmal ein wenig zu beschnuppern und die Stadt zu erkunden. Komisch war nur, wie wenig Leute ich im Endeffekt bei den Treffen erkannt habe: Im StudiVZ hat so ziemlich jeder ein Bild von sich auf seine Profilseite und ich konnte jedem Bild den richtigen Namen zuordnen. In Wirklichkeit sehen jetzt aber fast alle ganz anders aus, was das Kennenlernen ein wenig erschwerte. Trotz allem haben wir uns bei unseren Treffen in der Stadt immer gefunden, sodass es am Ende niemanden gab, der nicht als Kommilitone erkannt wurde.

Sowieso habe ich noch nie so viele junge Leute auf einem Platz gesehen – außer in Barcelona. Dort, wo in Tübingen auf der Straße Jugendliche zu sehen sind, sieht man in Baden-Baden nur Menschen, die ungefähr doppelt so alt oder sogar noch älter sind. Es ist schon komisch, unter der Woche in der Stadt mt dem deutschlandweit niedrigsten Altersdurchschnitt zu sein und am Wochenende in derjenigen mit dem höchsten.

Gestern habe ich meinen Codiererjob bei IT + Media begonnen und werde wohl im November dann mit dem Job beginnen. Von Tübingen aus ist die ganze Sache ja kein Problem, da ich alles bequem von zu Hause aus erledigen kann.

Zum Lesen bin ich diese Woche leider nicht gekommen, irgendwie war ich nie in der Wohnung oder war dann einfach zu müde, weil ich den ganzen Tag unterwegs gewesen bin. Ich bin immer noch bei Iny Lorentz’ “Vermächtnis der Wanderhure” und es fehlen immer noch besagte 100 bis 200 Seiten. Vielleicht finde ich ja nächste Woche endlich mal die Zeit dazu, wenn ich nicht mehr so oft in der Stadt bin oder mir einfach mal wieder Zeit zum Lesen nehme.

Allerdings soll am Donnerstag ein Film über Jane Austen in den Kinos anlaufen namens “Geliebte Jane“. Falls dieser Film in einem der vier (?) Kinos in Tübingen läuft, werde ich mir gleich eine Studentin der International Economics schnappen, die Jane Austen genauso gerne liest wie ich.

Nächste Woche erfahre ich in meinem zweiten Info-Café mehr über den wirtschaftswissenschaftlichen Teil meines Studiums; letzten Montag gab es Informationen zum Sprachteil. Außerdem wird ein Stadtspiel mit dem Namen UniverCity veranstaltet und natürlich gibt es eine obligatorische Kneipentour am Donnerstag. ;) Danach ist die Woche auch schon wieder herum und es wird ernst, denn ab Dienstag, dem 16.10. um 14 Uhr beginnen meine Vorlesungen. Da ich zur Zeit aber noch kein Internet in Tübingen habe, wird die nächste Berichterstattung leider wieder ein wenig auf sich warten lassen, aber die Chancen, in einer Universitätsstadt wie Tübingen ein Internetcafé zu finden, stehen erfahrungsgemäß ja sehr gut.

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